Montag, 23. Februar 2015

Hochsensibilität

Der Begriff Hochsensibilität oder HSP (Hochsensible Person) scheint ein Konstrukt der letzten Jahre zu sein, über das zunehmend geforscht wird, ärztlich aber bisher kaum anerkannt ist. Die ersten Tests und Studien befassen sich zunehmend mit dem Phänomen und bemühen sich, das Thema vorsichtig zu erforschen. Die Ausführungen zeigen aber, dass es offensichtlich gute Gründe dafür gibt, mit einer solchen Kategorie zu arbeiten, da sich immer mehr Menschen in dieser Definition wiederfinden bzw. dem angeführten Test viel abgewinnen können. So geht es zumindest auch mir und ich bin sehr dankbar für eine solche Kategorie.
Viele Jahre meines Lebens habe ich mit Gefühlen und Wahrnehmungen gerungen, die für mich immer schon normal waren, aber in meiner Umwelt häufig für fragende Blicke oder unangenehme Konflikte gesorgt haben. Ich erinnere mich z.B. daran, dass ich schon sehr früh Magenprobleme hatte, da ich sehr aufgeregt war, wenn ich etwa in die Schule musste oder mich vor Prüfungen fast immer übergeben musste. Irgendwann hat mich eine Schulärztin gefragt, ob ich denn besonders sensibel sei. Ich wusste mit der Frage nichts anzufangen. Wieso besonders? Denkt nicht jeder so? Haben nicht alle Prüfungsängste oder freuen sich über ihre Mitmenschen? Es ist gar nicht so leicht, die innere Gefühlswelt mit der der anderen abzugleichen, schon gar nicht, wenn man in seiner Jugend sehr schüchtern und introvertiert ist.
ExpertInnen zum Thema Hochsensibiliät würden sagen: ja, ganz viele Menschen denken und empfinden so, aber die Art und Weise, wie andere Menschen darauf emotional reagieren ist nicht annähernd so intensiv wie bei einer hochsensiblen Person. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie Moritz, mein erstes (und einziges) Haustier gestorben ist und ich wochenlang in Trauer und Sorge um dieses Kätzchen gelebt habe. Meine Eltern beschlossen, kein Haustier mehr zu holen, da ich so fürchterlich emotional überreagiert habe. Für mich war eher die Frage im Raum, wieso nicht alle anderen ebenfalls trauern oder wie diese Menschen damit umgehen.
Und auch sonst stolpere ich im Alltag immer wieder darüber. Freundschaften sind an emotionalen Enttäuschungen zerbrochen, die für andere ganz normale Phänomene waren. Beziehungen litten darunter und die hypersensible Einstellung lässt mich häufig aus dem Alltag zurückziehen, da ich immer wieder mit Reizüberflutung zu kämpfen habe oder meine Umwelt zu sehr reflektiere. Denn Hypersensibilität heißt auch, sich in Details zu verlieren, seine Umgebung ungefiltert auf sich einfließen zu lassen und nicht selten bekomme ich dann irgendwann migräneartige Zustände, ein Rasseln im Ohr oder werde von unfassbarer Müdigkeit übermannt.
Das sind natürlich alles Aspekte, die erst einmal unglaublich negativ und einschränkend wirken, etwa auch eine gewisse hohe Wehleidigkeit gegenüber körperlichem Schmerz.
Gleichzeitig eröffnen sie aber auch ungeahnte Möglichkeiten. Etwa die Hochgefühle, die einen ereilen wenn man einen schönen Sonnenaufgang erlebt, sich verliebt und mit der Partnerin auf ungeahnten emotionalen Wellen reitet. Diese schiere Flut an positiven Einflüssen entschädigt für all die negativen Erfahrungen, auch wenn sie immer auch dazu neigen, die Hochgefühle zu entzaubern, die ganzen Erfahrungen zu kippen und dann aus großer Höhe zu fallen. Vor allem dann, wenn man selbst noch nicht genau um seine Sensibilität weiß und schon gar nicht mein Gegenüber. Wie soll man das auch selbst herausfinden, wenn man in unserer Gesellschaft so selten über Gefühle redet? Wenn es eher als abwertend gesehen wird, wenn man diesen Umstand thematisiert? Wenn man als wehleidig oder Memme bezeichnet wird? Und was, wenn ich das auch einfach bin? Gleichzeitig behaupte ich, dass ich mehr moralische und emotionale Kämpfe ausgetragen habe als ein Großteil meiner Mitmenschen, immer wieder galt es, Hürden und Grenzen zu überwinden und sich auf Neues einzulassen, obwohl der ganze Körper, der ganze Geist danach schreit, es sein zu lassen oder einfach wegzugehen. Die Überwindung nach Neuseeland zu gehen war ein so langer Prozess, der mich heute noch manchmal aufweicht und ins Wanken bringt. Lange hatte ich mit nervösem Magen zu kämpfen, mich mit hypochondrischen Anflügen auseinanderzusetzen und vielen anderen Erscheinungen, die für Aussenstehende eher schwer nachzuvollziehen sind, aber nunmal mein emotionales Innenleben bestimmen wie der Wind die Route der Segler. Erst nach und nach erlernt man das Handwerk, den Wind auch für sich zu nutzen, auch wenn es immer wieder einmal Rückschläge gibt die einen unfassbar aus der Bahn werfen.
Wie z.B. eine Trennung, die nun schon vier Monate zurück liegt, aber mich einfach nicht loslassen will. Noch immer fahndet mein Hirn nach Gründen, nach der Begründung, nach dem Versuch, die emotionale Verletzung irgendwie zu heilen. Immer wieder merke ich, wie meine Perspektive sich emotional verengt und auf Unverständnis stößt, wenn ich dieses Thema verarbeiten möchte, und immer wieder stolpere ich an dem Gefühl des Verletztseins, der emotionalen Blöße, die noch immer vor mir liegt und die aufgrund ihrer Intimität wie eine offene klaffende Wunde jegliche Schwingungen in schmerzhafte Erfahrungen umwandelt. Das Seltsame an der Sache ist, dass ich es rational reflektieren kann, aber emotional gibt es einfach keinen Zugang, keine Möglichkeit, sich diesem Thema zu entledigen, sich davon zu befreien. Die Zeit heilt die meisten Wunden, aber selbst nach vier Monaten will der Schmerz nur zögerlich nachlassen. Auch das hier ist ein Versuch, damit abzuschließen, das Thema hinter sich zu lassen und für manche mag das nur Rumgejammer sein, aber für mich ist es mein emotionaler Haushalt, mein täglicher Blick auf das Leben. Diesen umarme ich, schätze ihn und freue mich über meine sehr spezielle Weltsicht, gleichzeitig flehe ich um innere Ruhe und Gelassenheit.

Montag, 9. Februar 2015

Wie ich das hundertprozentige Mädchen traf...

Keine Sorge, es wird nicht kitschig. Leider. Murakami's Titel muss herhalten für die Artikulation meines immerwährenden inneren Ringens, welches mich schon so lange umtreibt und mir keine Ruhe lässt.
Ich bin ein Trottel. Seid jeher tue ich mich unendlich schwer, Frauen anzusprechen wenn ich mich irgendwie angezogen fühle. Und diesmal kondensiert es kristallklar direkt vor mir, in vollem Bewusstsein und es trifft mich so hart wie noch nie. Wie ein Vorschlaghammer in mein Gemüt.
Ich sitze spät Abends in der leeren Bahn, lausche der Musik, als sich die Tür öffnet und diese unendlich attraktive und spannende Person mein Abteil betritt. Mit ihrer Begleiterin kommt sie direkt auf mich zu und setzt sich neben mich. Mein Herz rast. Ich versuche cool zu bleiben. Es klappt nicht. Ich schaue schüchtern auf den Boden, dann aus dem Fenster. Es reflektiert sie in der Nacht. Ich kann ihre Konturen sehen und mein Gehirn gibt sich dem Hall der Gedanken hin. Es malt sich aus, wie ich sie anspreche, aber es entsteht ein schwarzes Loch, ein schwermütiger, bleierner Vorhang verwehrt mir den Blick auf die Worte dahinter. In meinem Kopf schallt das Echo und mit jeder Wiederholung wird es hunderte Kilo schwerer, das Gewicht erdrückt mich. hi. Hi. HI. Stille. Ich betrachte sie in der Reflexion, sie schaut auf, ich schaue schnell weg. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis ich wieder nach oben blicke. Ich schaffe es einfach nicht, ihrem Blick stand zu halten. Warum? Ich habe Angst vor der Abweisung, vor der Reaktion, vor einem Lachen oder einer peinlichen Geste. Ich möchte schreien. Ich möchte sagen, wie schön ich sie finde. Wie ich nicht das bin, was sie sieht. Wie mein Herz voller Poesie glüht und ihr die verwegensten Fantasien im rhythmischen Echo meiner Seele darlegen möchte. Wie sinnlich ihr Gesicht ist und wie gerne ich meine Hand auf ihre legen würde. Ich möchte ihren Gedanken lauschen, ihre Geschichte kennenlernen, in ihre Seele tauchen, sie umarmen. Wie könnte man sich über so etwas Schönes lustig machen? Wovor habe ich Angst, wenn ich doch aufrichtig bin und nichts zu verlieren habe? Und doch ist diese unendliche Schwere nicht zu ertragen, der lähmende Schleier will sich nicht lüften und ich verharre in meinen Tagträumen, statt mich den lebendigen Träumen zu stellen. Eine ewige Mähr, die ich nur selten durchbrechen kann und wenn, dann nur mit großer Vertrautheit zum Gegenüber. Und normalerweise ist es dann viel zu spät, die Gedanken haben sich weitergedreht und mich zurückgelassen.




Freitag, 6. Februar 2015

Berlinale oder: Mein Kalender und ich




Es ist wieder soweit. Wenn Leute mehr Zeit damit verbringen, in einen Kalender zu schauen als mit Menschen zu reden oder Filme anzugucken, dann muss wohl Anfang Februar sein. Die BERLINALE ist da! Über 600 Aufführungen von Hunderten von Filmen, die aus Tausenden von Filmen gesichtet wurden und nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es ist für jeden Menschen etwas dabei: jung, alt, schwul oder lebensmüde, traurig oder richtig traurig, manchmal auch fröhlich.
Aber wie will man das alles organisieren? Bei meinen Recherchen der Pläne anderer Menschen (umschauen in der Schlange vor der Kinokasse) habe ich schon Excel Tabellen, selbstgebastelte Kalender mit mind. 4 Farben!, Handykalender die überquillen weil man ja noch unbedingt die der Freunde importieren musste und vollgekrickselte Programmhefte gesehen.
Es hilft alles nichts!
Und es macht einen höllischen Spaß. "Was schaue ich morgen? Ach, das klingt eigentlich auch spannend" und ZACK ist der ganze Plan über den Haufen geworfen. Erich Fromm hätte seine Freude, so viel Spontaneität hat er in seinem Leben noch nicht gesehen.
Wenn man sich dann endlich mal entschieden hat, kann es endlich losgehen. Vorausgesetzt man findet sein Kino und noch einen schönen Platz. Hat man erstmal einen gefunden, merkt man, das man umgeben ist von einer bunten Mischung aus Filmliebenden internationaler Herkunft. Alle sitzen sie da mit großen Augen, Lächeln im Gesicht, ständig passieren kleine Konversationen mit Menschen von der anderen Seite der Welt oder einfach nur jemand, der vielleicht der eigene Nachbar ist. Es ist ein bisschen wie auf einem Flughafen, so viel Herzlichkeit wie am Terminal (etwa in Christchurch) oder auf der Berlinale findet man sonst wohl nur selten.
Und dann verdunkelt sich der Saal, der Vorhang öffnet sich und man taucht ein mit seinem Raumschiff der Zwischenmenschlichkeit voller Stille aber größter Verbundenheit, in eine andere Welt voller Emotionen, großartiger Bilder und unendlich vielen Ideen. Man wird mitgenommen in die Gedanken der Regisseure, in die Lust der Schauspielenden und den Fieberträumen der Autoren. Das Publikum johlt, schluchzt, bannt. Es gibt kaum etwas schöneres als einen Saal voller Jugendlicher, die auf einmal schnüffzen und schnäuzen, weil ein Junge seine verstorbene Mutter vermisst und dem Papa sagt, wie lieb er ihn hat. Da geht einem das Herz auf und man sieht all die Zwischenmenschlichkeit, die man im Alltag so sehr vermisst. Und das alles im dunklen, stillen Saal, irgendwo mitten im Herzen Berlins.

Geht der Vorhang dann wieder auf beginnt meist tobender Beifall, die Leute stehen auf und rufen vor Freude, umarmen sich, grinsen über beide Ohren, manchmal sind sie auch tief betroffen von den eingebrannten Eindrücken, den moralischen Dilemmata die aufgewurfen wurden. Und manchmal war der Film auch einfach nur schlecht. Dann sagt man lieber gar nichts. Aber das ist die Ausnahme.

All diese Hochgefühle werden noch einmal übertroffen von den vielen Menschen, die in Berlin nur darauf warten, besucht zu werden, einen zu begleiten um die kulinarischen Köstlichkeiten Berlins zu entdecken und Gedanken zu teilen.

Hach, Berlinale. Eine Wonne. Und ich steck mitten drin

#youreuglytoo #berlinale #aidenmiller #berlinale15 #awesome #movie

Ein von andreas (@blackholebird) gepostetes Foto am


Samstag, 24. Januar 2015

Individualisierung // Eigenverantwortung

Ein paar Gedankenfragmente.



Die Welt dreht sich. Und mit ihr die Wertevorstellungen, die Sozialisationsbedingungen und die Sinnzusammenhänge, mit denen wir uns tagtäglich auseinandersetzen. Gab es vor 20 Jahren noch ein recht überschaubares Repertoire an Medieneinflüssen, Serien, Filme und Bücher voll mit Jugendhelden und spannenden Biografien an denen man sich irgendwie orientiert hat, wird man heute damit wahrlich überflutet. Das Leitmotiv das sich dabei in unserer westlichen Gesellschaft herausformt ist dabei die Individualisierung, die Signatur unserer Zeit ist die Selbstverwirklichung. Die Bilder, in denen wir uns selbstverwirklicht sehen entstehen selten autark, sie brauchen häufig ein Vorbild, eine Brücke, etwas, das uns vormacht, wie wir sein könnten oder zumindest ein Rückhalt, das es OK sein könnte. Fiktionale Charaktere wie Pippi Langstrumpf oder Lisa Simpson haben unzähligen Frauen in ihrer Haltung bestärkt, Rückhalt im Anders-Sein gegeben, Impulse gesendet und Muse gespendet. Serien wie The L-Word oder Six Feet Under haben der Homosexualität Normalität eingehaucht und wie viele Jugendliche wollten nach Top Gun nicht Pilot werden? 
Ich darf so sein wie ich will. Das klingt banal, doch es bestärkt (natürlich neben vielen anderen Umständen) Menschen darin, so sein zu dürfen wie sie wollen und ermöglicht einen Blick darauf, wie ihre Biografie aussieht und aussehen könnte. Diese ‚Leitbiografien‘ haben sich im digitalen Zeitalter exponentiell entwickelt. Gab es früher eine überschaubare Gruppe an Menschen, denen man womöglich nacheiferte, sind es heute Hunderte von Lebensentwürfen, die alle attraktiv, spannend und erstrebenswert sind. 
Mit diesem Wandel geht aber auch ein Problem einher. Denn gerade durch die vielen Biografien entsteht dabei ein Perspektivwechsel, der so nicht immer möglich war und nie so häufig trainiert wurde. Noch nie war der Mensch so reflektiert wie heute. Noch nie war er sich der Tatsache der Kontingenz des eigenen Lebens so bewusst. Alles was ich bin könnte auch anders sein. Man hätte einen anderen Weg einschlagen können, sich anderen Themen widmen können. Es lässt sich auf einmal ablesen, was aus einem geworden wäre, wenn man einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Mit all diesen Lebenswegen erhält man auf einmal eine so komplexe Chiffre, mit dem man seinen eigenen Lebensentwurf vergleichen kann und rechtfertigen muss, warum man so lebt, wie man lebt. Kann man das überhaupt rechtfertigen? Und womit? Hätte hätte Fahrradkette sagen manche. Doch die Welt suggeriert in ihrem massenhaften Strom an fantastischen Lebenshöhepunkten, dass es eigentlich niemandem mehr schlecht gehen muss, das es selbst gewählt ist, wenn man nicht ständig zu Parties geht, attraktive Menschen kennenlernt oder nicht um die Welt reist. Andere machen es doch auch, du musst nur wollen!
Mit dieser Perspektive entsteht ein Dilemma, eine harte Sinnkrise, die nicht etwa in enormer Produktivität endet sondern in Prokrastination. Dem ständigen Weiterforsten nach neuen Lebensentwürfen, der Zerstreuung von der eigenen Biografie um bloß nicht stehen zu bleiben und festzustellen, dass man sich vielleicht „falsch“ entschieden hat. Was mache ich nach der Schule? Studiere ich das Richtige? Warum mache ich nicht das, was der Mensch dort macht? Die Ruhelosigkeit zieht ein und lässt keinen Raum mehr um langfristig nachzudenken, reflektieren und entscheiden. Warum auch, wenn was nicht klappt kann man sich ja einfach dem nächsten Projekt, dem nächsten Partner oder der nächsten Stadt zuwenden. Verbindlichkeiten lassen nach, Freundschaften verlieren ihre Intensitivität und Events werden zu einem weiteren Eintrag im Ich-Katalog. Tinder und co. verdeutlichen dieses Biografiebausteinmodell nur zu gut. Eine Partnerbörse, in der man sich ausrechnen lässt, mit wem man zusammen sein will und wer der eigenen Meinung nach am Besten in die Biografie passt. Wenn es nicht klappt, was solls, such ich mir einfach die nächste Person die mir Tinder ausspuckt. 
Mit dieser Haltung, dieser individualisierten Haltungsmatrix, die jeder von uns auslebt und zu der jeder erzogen wird, ist Freiheit und Fluch zugleich. Sie treibt alles an, aber auch alles auseinander. Sie erstickt den zwischenmenschlichen Raum, in dem es OK ist, sich einmal zu streiten und führt zu Bequemlichkeit die es uns verlernt, andere Meinungen auszuhalten. Diskurs ja, aber bitte nur unter meines gleichen. 
Ich bin wirklich gespannt, wie die Welt in hundert Jahren einmal aussehen wird.

Montag, 12. Januar 2015

Haiku






Even in Kyoto
hearing the cuckoo's cry
I long for Kyoto

                   Matsuo Bashō