Freitag, 6. Februar 2015

Berlinale oder: Mein Kalender und ich




Es ist wieder soweit. Wenn Leute mehr Zeit damit verbringen, in ihre Kalender zu schauen als mit Menschen zu reden oder Filme anzugucken, dann muss wohl Anfang Februar sein. Die BERLINALE ist da! Über 600 Aufführungen von Hunderten von Filmen die aus Tausenden von Filmen gesichtet wurden und nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es ist für jeden Menschen etwas dabei: jung, alt, schwul oder lebensmüde, traurig oder richtig traurig, manchmal auch fröhlich.
Aber wie will man das alles organisieren? Bei meinen Recherchen der Pläne anderer Menschen (umschauen in der Schlange vor der Kinokasse) habe ich schon Excel Tabellen, selbstgebastelte Kalender mit mind. 4 Farben!, Handykalender die überquillen weil man ja noch unbedingt die der Freunde importieren musste und vollgekrickselte Programmhefte gesehen.
Es hilft alles nichts!
Und es macht einen höllischen Spaß. "Was schaue ich morgen? Ach, das klingt eigentlich auch spannend" und ZACK ist der ganze Plan über den Haufen geworfen. Erich Fromm hätte seine Freude, so viel Spontaneität hat er in seinem Leben noch nicht gesehen.
Wenn man sich dann endlich mal entschieden hat, kann es losgehen. Vorausgesetzt man findet sein Kino und noch einen schönen Platz. Hat man erstmal einen gefunden, merkt man, dass man umgeben ist von einer bunten Mischung aus Filmliebenden internationaler Herkunft. Alle sitzen sie da mit großen Augen, Lächeln im Gesicht, ständig passieren kleine Konversationen mit Menschen von der anderen Seite der Welt oder einfach nur jemand, der vielleicht der eigene Nachbar ist. Es ist ein bisschen wie auf einem Flughafen, so viel Herzlichkeit wie am Terminal oder auf der Berlinale findet man sonst wohl nur selten.
Und dann verdunkelt sich der Saal, der Vorhang öffnet sich und man taucht ein mit seinem Raumschiff der Zwischenmenschlichkeit voller Stille aber größter Verbundenheit, in eine andere Welt voller Emotionen, großartiger Bilder und unendlich vielen Ideen. Man wird mitgenommen in die Gedanken der Regisseure, in die Lust der Schauspielenden und den Fieberträumen der Autoren. Das Publikum johlt, schluchzt, bannt. Es gibt kaum etwas schöneres als einen Saal voller Jugendlicher, die auf einmal schnüffzen und schnäuzen, weil ein Junge seine verstorbene Mutter vermisst und dem Papa sagt, wie lieb er ihn hat. Da geht einem das Herz auf und man sieht all die Zwischenmenschlichkeit, die man im Alltag so sehr vermisst. Und das alles im dunklen, stillen Saal, irgendwo mitten im Herzen Berlins.

Geht der Vorhang dann wieder runter beginnt meist tobender Beifall, die Leute stehen auf und rufen vor Freude, umarmen sich, grinsen über beide Ohren, manchmal sind sie auch tief betroffen von den eingebrannten Eindrücken, den moralischen Dilemmata die aufgewurfen wurden. Und manchmal war der Film auch einfach nur schlecht. Dann sagt man lieber gar nichts. Aber das ist die Ausnahme.

All diese Hochgefühle werden noch einmal übertroffen von den vielen Menschen, die in Berlin nur darauf warten, besucht zu werden, einen zu begleiten um die kulinarischen Köstlichkeiten Berlins zu entdecken und Gedanken zu teilen.

Hach, Berlinale. Eine Wonne. Und ich steck mitten drin

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Samstag, 24. Januar 2015

Individualisierung // Eigenverantwortung

Ein paar Gedankenfragmente.



Die Welt dreht sich. Und mit ihr die Wertevorstellungen, die Sozialisationsbedingungen und die Sinnzusammenhänge, mit denen wir uns tagtäglich auseinandersetzen. Gab es vor 20 Jahren noch ein recht überschaubares Repertoire an Medieneinflüssen, Serien, Filme und Bücher voll mit Jugendhelden und spannenden Biografien an denen man sich irgendwie orientiert hat, wird man heute damit wahrlich überflutet. Das Leitmotiv das sich dabei in unserer westlichen Gesellschaft herausformt ist dabei die Individualisierung, die Signatur unserer Zeit ist die Selbstverwirklichung. Die Bilder, in denen wir uns selbstverwirklicht sehen entstehen selten autark, sie brauchen häufig ein Vorbild, eine Brücke, etwas, das uns vormacht, wie wir sein könnten oder zumindest ein Rückhalt, das es OK sein könnte. Fiktionale Charaktere wie Pippi Langstrumpf oder Lisa Simpson haben unzähligen Frauen in ihrer Haltung bestärkt, Rückhalt im Anders-Sein gegeben, Impulse gesendet und Muse gespendet. Serien wie The L-Word oder Six Feet Under haben der Homosexualität Normalität eingehaucht und wie viele Jugendliche wollten nach Top Gun nicht Pilot werden? 
Ich darf so sein wie ich will. Das klingt banal, doch es bestärkt (natürlich neben vielen anderen Umständen) Menschen darin, so sein zu dürfen wie sie wollen und ermöglicht einen Blick darauf, wie ihre Biografie aussieht und aussehen könnte. Diese ‚Leitbiografien‘ haben sich im digitalen Zeitalter exponentiell entwickelt. Gab es früher eine überschaubare Gruppe an Menschen, denen man womöglich nacheiferte, sind es heute Hunderte von Lebensentwürfen, die alle attraktiv, spannend und erstrebenswert sind. 
Mit diesem Wandel geht aber auch ein Problem einher. Denn gerade durch die vielen Biografien entsteht dabei ein Perspektivwechsel, der so nicht immer möglich war und nie so häufig trainiert wurde. Noch nie war der Mensch so reflektiert wie heute. Noch nie war er sich der Tatsache der Kontingenz des eigenen Lebens so bewusst. Alles was ich bin könnte auch anders sein. Man hätte einen anderen Weg einschlagen können, sich anderen Themen widmen können. Es lässt sich auf einmal ablesen, was aus einem geworden wäre, wenn man einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Mit all diesen Lebenswegen erhält man auf einmal eine so komplexe Chiffre, mit dem man seinen eigenen Lebensentwurf vergleichen kann und rechtfertigen muss, warum man so lebt, wie man lebt. Kann man das überhaupt rechtfertigen? Und womit? Hätte hätte Fahrradkette sagen manche. Doch die Welt suggeriert in ihrem massenhaften Strom an fantastischen Lebenshöhepunkten, dass es eigentlich niemandem mehr schlecht gehen muss, dass es selbst gewählt ist, wenn man nicht ständig zu Parties geht, attraktive Menschen kennenlernt oder nicht um die Welt reist. Andere machen es doch auch, du musst nur wollen!
Mit dieser Perspektive entsteht ein Dilemma, eine harte Sinnkrise, die nicht etwa in enormer Produktivität endet sondern in Prokrastination. Dem ständigen Weiterforsten nach neuen Lebensentwürfen, der Zerstreuung von der eigenen Biografie um bloß nicht stehen zu bleiben und festzustellen, dass man sich vielleicht „falsch“ entschieden hat. Was mache ich nach der Schule? Studiere ich das Richtige? Warum mache ich nicht das, was der Mensch dort macht? Die Ruhelosigkeit zieht ein und lässt keinen Raum mehr um langfristig nachzudenken, reflektieren und entscheiden. Warum auch, wenn was nicht klappt kann man sich ja einfach dem nächsten Projekt, dem nächsten Partner oder der nächsten Stadt zuwenden. Verbindlichkeiten lassen nach, Freundschaften verlieren ihre Intensitivität und Events werden zu einem weiteren Eintrag im Ich-Katalog. Tinder und co. verdeutlichen dieses Biografiebausteinmodell nur zu gut. Eine Partnerbörse, in der man unverbindlich Kontakt suchen und aufnehmen kann. Wenn es nicht klappt, was solls, such ich mir einfach die nächste Person die mir Tinder ausspuckt. Der vermeintliche technische Fortschritt, der Mehrgewinn daraus ist gleichzeitig auch die Crux.
Mit dieser Haltung, dieser individualisierten Haltungsmatrix, die jeder von uns auslebt und zu der jeder erzogen wird, ist Freiheit und Fluch zugleich. Sie treibt alles an, aber auch alles auseinander. Sie erstickt den zwischenmenschlichen Raum, in dem es OK ist, sich einmal zu streiten und führt zu Bequemlichkeit die es uns verlernt, andere Meinungen auszuhalten. Diskurs ja, aber bitte nur unter meines gleichen. 
Ich bin wirklich gespannt, wie die Welt in hundert Jahren einmal aussehen wird.

Montag, 12. Januar 2015

Haiku


Even in Kyoto
hearing the cuckoo's cry
I long for Kyoto

                   Matsuo Bashō




Sonntag, 28. Dezember 2014

most favorite movies 2014

Mein Filmjahr 2014 ist, wie schon 2012, geprägt von vielen unterschiedlichen Genres und Einflüssen. Habe ich es letztes Jahr nicht mehr geschafft, über die Filme die mich bewegt haben zu schreiben, kommt es dieses Jahr gleich faustdick. Herausragend war vor allem die Berlinale 2014. Mein erster Besuch wurde gleich versüßt von vielen tollen Freundinnen und Freunden. Ich muss fest stellen: obwohl ich unglaublich gerne allein ins Kino gehe und Filme schaue ist es doch eine Wonne, mit lieben Menschen zusammen im Kino zu sitzen um herzhaft zu lachen, mitzufiebern oder zu trauern. Besonders dann, wenn es ebenfalls Filmliebhabende sind, die wie man selbst schnell ins Schwelgen kommen. Zusammen teilt man seine Leidenschaft für die romantischen, bombastischen, beeindruckenden und herzlichen Momente, die vielleicht nicht immer Filmgeschichte schreiben, dafür aber zwischenmenschliche Geschichten prägen, welche die Filme vielleicht unvergesslich machen. Hier nun die Filme, die mich in diesem Jahr am meisten bewegt haben.


1. Her






Spike Jonze ist einer der begabtesten und fantasiereichsten Regisseure auf unserem kleinen Planeten. Her sprüht über vor romantischen Dialogen, fantastischen Darsteller/-innen und melancholischen Bildern. Die Ideen sind so erfrischend und einzigartig, dass sie einen für zwei Stunden in eine Welt entführen, die in sich zwiegespalten ist: in Einsamkeit und höchster Zuneigung zugleich. Her stellt sich dem täglichen Kampf der Einsamkeit, zeigt den traurigen Alltag der digitalen Welt, in der romantische Briefe und Zwischenmenschlichkeiten institutionalisiert werden und von Agenturen ausgeführt werden, während der zwischenmenschliche Abstand immer größer wird. Ist da überhaupt noch Platz für "Romantik" in der Welt? Sind Beziehungen immer zum Scheitern verurteilt? Was macht Liebe aus? Braucht man dazu einen Körper, ein physisches Pendant? Und welche Rolle spielt Eifersucht dabei? Es erinnert mich daran, wie ich früher gechattet habe, dabei viele intime Momente mit Menschen geteilt habe, die ich nie persönlich gesehen habe, romantische Gefühle ausgetauschte und und und. Ein starker Film,der zum Denken anregt, mitfühlen lässt, mich lachen lässt und mich zum schmelzen bringt. Man trauert und man seufzt... Das ist großartiges Kino auf allen Ebenen. Inklusive fantastischem Soundtrack, großartigen Bildern und fantastischem Schnitt. Mein Film des Jahres.




2. Boyhood






Richard Linklater kreiert mit seiner Idee, einen Jugendlichen über 12 Jahre lang durch seine Kindheit zu begleiten einen herzzerreissenden Film mit einer so simplen und doch genialen Idee, die es schafft einen tief zu berühren. 

All die intimen, emotionalen Momente eines aufwachsenden Jungen, den liebevollen Gesprächen zwischen Vater und Sohn und die Liebe zur Mutter und der Schwester wird hier so geschickt texturiert erzählt, dass man sich fast fühlt wie ein Patenonkel, der seinen Zögling zu Familienfesten wieder sieht und beim aufwachsen aus der Ferne begleitet. Ein ganz famoses Stück, dass ich gemeinsam mit Lenja auf der Berlinale 2014 in einem riesigen Saal auf unfassbar unbequemen Stühlen sehen durfte, was das Unterfangen keine Sekunde geschmälert und welches uns noch lange danach in intensive Gespräche verwickelt hat. Ich liebe dich, Richard Linklater!




3. Interstellar





Christopher Nolan ist zurück. Mit aller Pompösität erzählt er nach dem enttäuschenden Dark Knight Rises endlich wieder grandiose Geschichten. Von dem Entdeckergeist, dem Drang, in unbekannte Gebiete vorzudringen, in Regionen, die der Mensch noch nie gesehen hat. Zwar existiert im Sci-Fi Bereich mittlerweile doch eine schiere Bandbreite an spannenden Szenarien und somit an Vorstellungen, wie Ausserirdische und deren Planeten aussehen könnten, diese verblassen jedoch alle gegenüber den harten Fakten dieses Nolan'schen Eposes. Es ist, als würde man einem Dokumentarfilm aus der Zukunft zusehen, einer Epiosde aus der Serie Cosmos, in der man in die Realität von morgen abtaucht. Die Zuschauenden werden entführt in Welten mit riesigen Wellen, Eisplaneten und Zeitdiletation, schwarzen Löchern und Einstein-Rosen-Brücken. Und das mit einer Nüchternheit, die die Pompösität dieses Themas noch deutlicher macht. Für mich gibt es nur einen Kritikpunkt an diesem Film und das ist auch der Grund, warum ich ihn nicht auf Platz Eins gesetzt habe. In all seinen Superlativen verpasst Nolan die Inszenierung der durchaus vorhandenen Emotionalität der Charaktere. Aufgrund der schieren Masse der (sehr sehenswerten) Ereignisse rasen wir durch die emotionalen Gefilde der (fantastischen) Darstellerriege, ohne dabei aber das emotionale Level eines Boyhoods auch nur zu streifen. Und gerade Boyhood ist eine gute Referenz, denn auf einer gewissen Art und Weise beschreiben beide Filme das gleiche Phänomen. Die Vater-Kind Beziehung über so viele Jahre hinweg. Dennoch, die Prämisse und auch die Konklusion versöhnen mich, hätte Nolan noch einen Hauch mehr Beziehung statt prätentiösem Dialog eingebaut, wäre das auf meiner Alltime Favorite-Film Liste definitiv unter den ersten fünf gelandet. So bleibt ein noch immer atemberaubendes Stück um Liebe, schwarze Löcher (oh my, mein Herz geht auf) und der wohl spannendsten Andockszene, die ich je gesehen habe und welche vor allem im IMAX voll aufspielt und meinem besten Freund Andi und mir 3 Stunden extraterrestrische Freude bereitet hat. Nolan beweist wieder einmal,warum er der für mich beste Regisseur seiner Zeit ist.




4. Guardians of the Galaxy





Man könnte auch sagen das Star Wars, der Indiana Jones des 21. Jahrhunderts auf den ich seid 20 Jahren warte. James Gunn, der schon lange bewiesen hat, das sein Humor exakt auf meiner Wellenlänge schwingt, spielt auf und zeigt, das er auch ein riesiges Budget händeln kann um große Blockbuster auf die Leinwand zu zaubern. Und was für ein Blockbuster! Ein Ensemble-Film mit fünf Hauptcharakteren umzusetzen ist schon eine Kunst ansich, dabei eine spannende Geschichte (die in sich zugegebenermaßen wenig originell ist, in seiner Ausführung aber absolut brilliant) zu zaubern und dabei die Emotionalität UND Gag-Dichte gleichermaßen hoch zu halten ist ein Zeichen von absoluter Genialität. In wenigen Pinselstrichen texturiert Gunn die Guardians zu glaubwürdigen Figuren, mit denen man sich mehr identifizieren kann als mit so mancher Charakterstudie mancher Dramen. Dabei fackelt Gunn ein Actionfeuerwerk ab, dass sich im Trommelfeuer mit den nostalgischen und tragischen Geschichten der Protagonisten abwechselt. Hinzu kommen viele Anleihen der 80er. Mittels blauhaariger Trolle hin zu Mixtapes, Walkmans und anderen Relikten weiß Gunn besonders meine Generation anzusprechen und vor allem diese herzliche Liebe an eben jene Zeit heraufzubeschwören, die man als Kind gegenüber den Begebenheiten dieser Zeit aufgebracht hat. Muss ich noch was sagen? Es verwundert jedenfalls nicht, dass der Film irgendwie auch Star Wars atmet, dem kulturellen Vater dieser Epoche, welcher einen ständig begleitet hat und auf Schulhofschlägereien stehts den Rücken gestärkt hat. Und verdammt, der Film hat mindestens drei Tanzszenen, die allesamt absolut fantastisch sind. In einem Actionfilm. Wird getanzt! Muss ich noch was sagen? Ein absoluter Hochgenuss für den Blockbusternerd in mir.

Für alle Liebhaber von Hintergrundinformationen gibt es übrigens hier ein Interview mit Gunn, geführt vom fantastischen Jeff Goldsmith. Sehr empfehlenswert.




5. Grand Hotel Budapest





Wes Anderson. Eigentlich muss man nichts weiter schreiben. Jede Einstellung ein Kunstwerk, die Musik originell und anachronistisch, die skurrile Geschichte melodramatisch und doch humorgeladen bis zum Rand. Mit einer Geschichte in einer Geschichte erzählt Anderson von einem romantischen Hotelabenteuer mit einer fantastisch besetzten Riege und verträumten Spezialeffekten. Grand Hotel Budapest spielt sich ganz hoch in meine Liste und wird sich für immer einnisten in diesem Wohlfühlplatz in meinem Herzen. Seit den Royal Tennenbaums, den ich damals noch zusammen mit Raik im Kino schauen durfte und herzlich gelacht habe, kommt Anderson alle Jahre wieder, wie ein exotischer Onkel, der einen mit allerhand wilder Abenteuergeschichten überhäuft und dieses verschmitzte Grinsen auflegt. Famos!




6. Finding Vivian Maier




Als ich in Neuseeland war, habe ich von einer fantastischen Geschichte einer Kindersitterin gehört, die einsam und vergessen gestorben ist und unzählige Kartons an unentwickelten Fotografien zurückgelassen hat, Eines fantastischer als das Andere. Die Fotos wurden von einem Sammler bei einem Rammschverkauf entdeckt und für wenig Geld aufgekauft, ohne zu wissen, welche Schätze sich in diesem Karton verbirgen. Nach und nach gelangt diese Dame, Vivian Maier zu immer mehr Berühmtheit.

Als ich diesen Februar auf der Berlinale für Karten eines anderen Filmes anstand, lernte ich eine Lehrerin einer Fotografieschule kennen, die gerade in diesen Film gehen wollte und mir davon berichtete. Ich war überrascht, dass mir diese Geschichte, die mich damals so beeindruckt hat, immer wieder entgegen fliegt und konnte nicht anders, als diesen Film zu sehen. Leider war er schon ausverkauft und es dauerte noch ein halbes Jahr, bis ich ihn wieder einmal zusammen mit der bezaubernden Lenja aus Freiburg bei einem Besuch bei ihr schauen konnte, denn zufälligerweise lief er zu dieser Zeit gerade dort in einem kleinen Kino. Der Film ist ein dokumentarischer Versuch, die Persönlichkeit dahinter zu entschlüsseln und gleichzeitig ihr Talent abzubilden. Und als wäre die Geschichte nicht schon fantastisch genug, ist das Rätsel um ihre Persönlichkeit eine faszinierende Reise in die Abgründe eines einsamen Menschen, der nach und nach ernsthafte Persönlichkeitsstörungen entwickelt. Der Film macht dabei Abgründe auf, die ich nicht erwartet hatte und die mich teilweise schockierten, liegen Wahnsinn und Genie doch so nah beieinander. Leider nutzte es der Filmemacher, der gleichzeitig eben jener Mensch ist, der die Fotos gefunden hatte, als arge Plattform und man merkt dem Film immer wieder auch einen Drang nach finanziellem Erfolg an, was die Erfahrung ein wenig schmälert. Wollte Vivian Meyer diese Filme wirklich so veröffentlichen und sich so vermarkten lassen? Gleichzeitig bin ich froh, dieses kleine Werk gesehen zu haben und mir vorzustellen, dass ich täglich an Menschen mit unfassbarem Genie vorbeizulaufen und ich merke es gerade nicht.

Ein zwispältiges Erlebnis, dass aber von seiner Eindrücklichkeit viel in mir bewegt hat und mich noch lange begleiten wird. Sehr zu empfehlen.




7. 52 Tuesdays





Dies ist der dritte Film, in dem es um Eltern-Kind-Beziehungen geht und der mich tief berührt hat. Der Film hätte auch Girlhood heißen können, stellt es doch im Kontrast zu Boyhood die Geschichte eines junges Mädchens dar, welches mit der Geschlechtsumwandlung ihrer Mutter hin zum Mann zu ringen hat. Dabei bekommt das Kind die Bedingung, während der Umwandlung ihre Mutter/Vater nur einmal die Woche zu Besuch zu kommen. Nämlich jeden Dienstag, um diesen schwierigen Prozess der Umwandlung vollziehen zu können. In einer sensiblen Phase der Identitätsfindung, in der sich pubertierende Menschen ja so schon befinden, ist ein solches Erlebnis sehr einschneidend. Der Film schafft es, ihre Geschichte sehr vielschichtig und gefühlvoll zu erzählen, ohne dabei in Kitsch zu geraten. Neben Boyhood ist 52Tuesdays für mich der Film der Berlinale, das Q & A mit den Regieführenden und Darstellenden war zudem absolut herzerweichend und erfrischend. Besonderes Highlight war zudem der rote Salon, in dem ich zuvor noch nie war und zu dem mich die bezaubernde Jule begleitet hat.




8. Das erstaunliche Leben des Walter Mitty






Das erstaunliche Leben des Walter Mitty müsste weiter oben stehen. Ben Stiller, den ich seit vielen Jahren für seine blödeligen Komödien liebe (Zoolander, Royal Tennenbaums und Verrückt nach Mary haben meinen Freunden und mir so viele schlimme Lacher verschafft) verzaubert hier mit einer fantastischen Geschichte über Zwischenmenschlichkeit, Reiselust, Abenteuer und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Dabei schafft er es, fast alle Kitschigkeiten zu umsegeln und ganz große Emotionen und vor allem Bilder heraufzubeschwören, weshalb er im Wohlfühl-Kino absolut berechtigt seinen Platz findet. Für alle Backpacker/-innen und jene, die es noch werden wollen, für alle, die die Wanderlust nur allzu gut kennen und für alle Tagträumenden da draußen kann ich dieses fantastische Stück Film nur wärmstens empfehlen.




9. Nightcrawler






Eine bitterböse Mediensatire mit einem unglaublich stark aufspielenden Jake Gyllenhaal. Seit Donnie Darko zeigt er, wie weitreichend seine Palette an Charakteren ist, nur um nun wieder zurück zu kommen zu diesem dunklen Ort in der menschlichen Seele, zur Missgunst meiner Begleitung, Jana, die auf einen nicht ganz so creepy-Jake gehofft hatte (Sorry, meine Gute ;) ). Mit kühler Ratio und gruseliger Gewissenlosigkeit lebt sein Charakter den American Way of Life und treibt ihn ad absurdum. Selten hat man so gebannt im Kino gesessen und war gefangen zwischen Faszination, Ekel und Schaulustigkeit. Bis zum bersten gespanntes Nervenkino, dass durchaus in einer Riege mit Fincher und auch Aronovsky spielt. Klasse!




10. The Raid 2






Sehr spät in diesem Jahr bin ich dazu gekommen, diesen phänomenalen Actionfilm noch zu schauen. Dabei musste ich feststellen, wie großartig das Jahr 2014 ist, denn wenn ich problemlos 9 Filme aus dem Ärmel schütteln kann, die ich von nun an locker zu Genregrößen zählen kann, dann muss schon einiges richtig laufen. Und so auch The Raid 2. Was hier an Innovation, Kameraarbeit und Choreografie abgefeiert wird sucht seines Gleichen. Rasante Action, teilweise minutenlang ohne Schnitt wird verfolgt von ungewöhnlichen Perspektiven und (teilweise ZU) knallharten Auseinandersetzungen, Verfolgungsjagden und "Bossfights". Eine fantastische Szene jagt die nächste und man traut seinen Augen kaum. Ich saß mehrfach daheim und konnte ein WOW und JAAARRG nicht verkneifen, das ist mir schon lange nicht mehr passiert! Sehr zu empfehlen, wenn man für Action etwas übrig hat und vor massiver Gewalt nicht zurück schreckt (teilweise war es schon sehr derb!).




11. What we do in the Shadows / 5 Zimmer Küche Sarg






Gleich vornweg: ich bin ein Riesenfan von Flight of the Conchords, und als ich rausgefunden habe, dass das gleichzeitig die Macher von der fantastischen Indie-Perle Boy sind, den ich in Neuseeland schauen durfte, habe ich keine Sekunde gezögert, diesen Film zu schauen. Hätte ich auch so nicht, schließlich geht es hier um eine Mockumentary über Vampire. HAALLLOO. VAMPIRE? I'm sold. Die Vampir-WG, die sich zusammensetzt aus Anleihen der großen Vampire der Filmgeschichte, wird gefilmt von einer Crew und erlebt dabei allerhand skurriler Momente. Absolut blödeliger, liebenswürdiger Humor, aber vor allem eine herzerweichende Hommage an alte Vampirgeschichten. Zusammen mit meinem guten Freund und Filmliebhaber Mo, Raik und einigen Freunden war das def. einer der unterhaltsamsten Abende 2014! Dicke Empfehlung.




12. Edge of Tomorrow / Live. Die. Repeat






Von wegen Science-Fiction kann nichts neues mehr erzählen. Nach Enttäuschungen wie Elysium und einigen anderen vielversprechenden Blockbuster-Kandidaten schleicht sich diese Filmperle von hinten an und schafft diese perfekte Balance aus frisch erzähltem Sci-Fi und massig Humor. Ganz ähnlich eines Guardians of the Galaxy nimmt der Film sich nicht allzu ernst, aber ernst genug, um mit den Charakteren mitzufiebern. Und Tom Cruise schafft es, seinen Charakter und dessen Wendung überzeugend umzusetzen und kommt endlich mal weg vom übercoolen Heldenimage. Mit Videospielanleihen und einer fett geborgten Handlung von "Und täglich grüßt das Murmeltier" zeichnet dieser Film eine wirklich gelungene Geschichte, die meines Erachtens völlig unterschätzt wird und locker mit dem Film Looper aus 2012 mit hält... Inhaltlich, emotional wie auch inszenatorisch.




13. Blue Ruin





Ebenfalls zu erwähnen ist Blue Ruin, der irgendwie zwischen dem Humor der Coen-Brüder, der Schonungslosigkeit von Tarantino und der Nüchternheit von Cormac McCarthy funktioniert. Seine Optik ist herausragend und der wortkarge Auftakt hat eine immense Sogkraft. Ein Indie-Rachethriller, der noch lange nachhallen wird, versprochen.




Vermutlich habe ich noch 1-2 Filme verpasst oder einfach vergessen zu erwähnen. Gone Girl und X-Men z.B.. Beide waren toll, aber irgendwie nicht so erwähnenswert für diese Aufzählung. Auf meiner To-Do-Liste stehen derzeit noch folgende Perlen, The Rover habe ich bereits vor mir liegen und werde ihn dieser Tage einmal schauen.










Was waren eure Filme des Jahres? Ich bin gespannt :)

Sonntag, 14. Dezember 2014

most favorite music 2014

2014 war ein Jahr der Sinnsuche. Die Zweifel um den Weg, wie es einmal weiter gehen würde, wühlten stark in mir und konnten keine konkrete Perspektive offenbaren. Ich arbeite zwar seit März wieder in einem tollen Job, aber aufgrund befristeter Verträge und unsicheren Perspektiven in der Bildungslandschaft mag sich nichts abzeichnen was irgendwie Halt bietet. Hinzu kommt, dass ich über drei Jahre lang mit dem Ziel vor Augen lebte, einmal nach Neuseeland zu gehen. Mit der Erfüllung dieses Wunsches riss ich mir selbst ein schwarzes Loch in meine Brust und obwohl ich immer noch stark inspiriert bin von dieser fantastischen Reise fehlte doch dieser Punkt zu dem man aufblicken kann und der all mein Schaffen am Horizont fokusiert und bündelt.
Ich wünschte ich könnte jetzt hier schreiben, dass ich diesen Punkt nun endlich wiedergefunden habe, aber bisher hat sich das leider noch nicht ergeben.
Was mich in dieser Zeit der Suche ebenfalls stark beschäftigt und deprimiert hat war der Gedanke, dass meine so lebendigen Tagträume aufgehört haben, mich zu überwältigen. Immer seltener habe ich mich in Fantasien gestürzt oder meinen melancholischen Gedanken freien Lauf gelassen, was vielleicht auch nur meinen tristen Alltag widergespiegelt hat. Alles war rationaler, was durchaus auch dem Umstand geschuldet war, dass ich kaum Zeit hatte, schließlich musste ich einem prall gefüllten Terminkalender nachgehen. 
Aber wenn ich jetzt zurück blicke fällt mir auf, dass ich die Träumerei so ganz doch nicht aufgegeben habe. Denn die Musik und auch die Filme (coming soon) die mich dieses Jahr bewegt, gefesselt, mitgenommen und verzaubert haben sprühen nur so vor enigmatischem Charme und der Sehnsucht nach magischen Orten. Und zu diesen Orten möchte ich euch im Folgenden mitnehmen: auf eine Rundreise durch die Seele eines Tagträumers.



best albums



A Winged Victory for the Sullen - Atomos





Ein beflügelter Sieg für die Missmutigen. Naja, etwas frei übersetzt und so richtig will das Album auch nicht danach klingen. Denn von Missmut kann nicht die Rede sein, wenn die Streicher gepaart mit dem Piano und der E-Gitarre in die feinen Strukturen immer wiederkehrender Themen eintauchen. Da ist der Albumtitel Atomos wohl treffender. Dieses Album, ursprünglich als Soundtrack für ein Theaterstück komponiert, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Man muss es ganzheitlich fühlen, sich treiben lassen auf diesem Fluss durch die Wildnis der Gedankenwelt. 




FKA Twigs - LP 1





Quer. Queer. Irgendwie komplett fremd und doch vertraut. Man findet im Album (wie schon in der fantastischen EP) einen Ruhepol, der einen umarmt und behutsam in die fragile Seele einer Fee entführt, die das Ende der Welt gesehen hat. Welches sie vielleicht sogar selbst herbeigeführt hat.




Hiatus - Parklands





Ein seltsames Album (das auch schon recht alt ist), auf das ich überhaupt erst aufgrund von Shura (vgl. notable tracks) gestoßen bin. Hiatus entfaltet Traumlandschaften und läd sich allerhand unterschiedliche Menschen ein, allen voran besagte russisch-amerikanische Popsängerin Shura. Geprägt von einer fast schwülztigen Melancholie und esotherisch angehauchten Klängen wackelt Hiatus auf einem schmalen Grat und fällt doch nie runter. Er vermeidet somit, ins Nervige abzudriften und zeichnet statt dessen ein hervorragendes Album zum entspannen und sich treiben lassen. Das ist eines dieser trippigen Alben für den Sonntag morgen.




Jon Hopkins - Immunity (LP) / Asleep Versions (EP)





Zugegeben, jetzt schummele ich etwas, denn Jon Hopkins phänomenales Album Immunity kam bereits letztes Jahr heraus. Dennoch hat es mich das ganze Jahr über begleitet und in Zusammenhang mit den „Fortführungen“ der Asleep Versions (2014), die sich einige der Tracks des Albums annehmen und in entschleunigte Tagtraummelodien verwandeln, entfaltet dieses Album so viel Kraft und Tiefgründigkeit. Hopkins schafft es, technoartige Songs mit tiefenentspannten Engelsgesängen zu verweben und entfaltet so die Seele elektronischer Musik, die sich mit einem Brennglas in die Strukturen des feingewebten Teppich der Erinnerungen einbrennt.




Kiasmos - Kiasmos





Streicher meets Synthi. Piano und Beats. Zwei Gegensätzlichkeiten in einem Satz. Das meint ein Chiasmus. Die Musik von Olafur Arnalds und Janus Rasmussen greift das ganz wunderbar auf. Sie entführt mit ihren beatlastigen Elektrospuren und sanften Streichern in eine texturierte Landschaft voller Lagerfeuer unter freiem Sternenhimmel, eisigen Wüsten und schweigenden Liebesbeziehungen voller Leidenschaft. 
Ich hatte das Glück, die beiden im Watergate live zu erleben und konnte ein Meer an lächelnden Gesichtern sehen, die alle gerade in einem ganz privaten Kino ihren Träumen nachgingen. Famoses erstes Album dieser bereits seit fünf Jahren bestehenden Band. 




Kiesza - Sound of a Woman






Mit Hideway hat sie die Erwartungen unglaublich hoch gesetzt. Eine Stimme die das Innerste zum Schmelzen bringt und 80er Synthies, die alte Zeiten heraufbeschwören und so unglaublich vertraut klingen und doch erfrischend gut tun. Das Album führt das, zumindest abgeschwächt, fort. Die Hüften können gar nicht aufhören, rhythmisch zu wackeln, es sei denn die mellow beats setzen ein und lassen einen hinsetzen, um dem „sound“ einer Frau zu lauschen. Sehr schönes tanzbares Album, ein Kontrast zu den eher ruhigen Sachen die mich dieses Jahr bewegt haben. Irgendwie steht dieses Album auch in Tradition einer Moloko, auch wenn ich es schlecht begründen kann.




Labyrinth Ear - The Orchid Room





Der Zuhörer irrt durch einen Zauberwald mit all seinen dunklen und geheimen Plätzen, entdeckt  die Nähe von Schönheit und verstörenden Schauspielen, tragischen Fehlbildungen und anderen Miasmen der Nacht. Der Wald ist von Feenzauber bedeckt wie von einem schützenden Deckmantel, der seine Entfremdung nicht preis geben möchte und somit ewig dazu verbannt ist, seine Schönheit zu unterdrücken und nicht anerkennen zu lassen.




Movement - Movement (ep)





Menschliche Berührungen im Kerzenschein. Intime Nähe beim gegenseitigen Kennenlernen. Die Erkundung des Anderen mit allen Sinnen. Der perfekte Soundtrack für die knisternden zwischenmenschlichen Spannungen, die keiner Worte benötigen.




Noveller - No Dreams





Auch dieses Album erschien bereits letztes Jahr, dennoch habe ich es erst dieses Jahr entdeckt und habe mich davon fangen lassen. Wenn man ein schwarzes Loch vertonen würde, würde es wohl so klingen. Die Träume werden aufgesogen in diese dunkle Kugel, aufs äußerste komprimiert, begleitet von einem Beben und wieder herausberstend in Milliarden Partikel. Wenn Interstellar nicht schon so einen gelungenen Soundtrack gehabt hätte, wäre es wohl dieses Album geworden.




Sylvan Esso - Sylvan Esso





Synthie Pop. In einer Welt, in der so viel nur noch kopiert und resampled wird und sich Innovation kaum noch bewegt, hat man manchmal das Gefühl, sich den bestehenden Strukturen ergeben zu müssen. Wenn schon ergeben, dann aber Sylvan Esso, die dem Genre unglaublich viel Charisma und Seele einhauchen.



Notable Tracks



Shura - Touch







Mit Touch hat sie wohl den Track des Jahres für mich heraus gebracht.Das Album braucht noch ein paar Monate, aber was in diesem Song an Intimität geschaffen wird, ist mehr als manche in einem ganzen Album zu erzielen versuchen. Die Stimme von Shura hat mich jedenfalls komplett in ihren Bann gezogen. Einen kleinen Vorgeschmack zu dem, was noch kommt kann man übrigens hier erhören: http://www.bbc.co.uk/programmes/b04sn8t9




Four Tet - Parallel Jalebi (HudMo-Remix)






Four Tet hat zwar dieses Jahr kein Album rausgebracht, dafür aber eine ganze Reihe an tollen Tracks, Remixes und mixes. Und er wurde gemixed.
Dieser Hudson Mohawke hat nicht nur meine Möbel zum Wackeln gebracht sondern auch meine verstaubten Knochen entkalkt. Schön laut aufdrehen!
Four Tet ist wahrscheinlich der Musiker, der mir am längsten zur Seite steht seitdem ich Musik höre. Er wandelt sich ständig und bleibt sich doch irgendwie treu, es scheint, als hätte er einen direkten Draht zu dem, was mich bewegt und setzt dem Ganzen irgendwie einen drauf. Es ist der perfekte Spagat zwischen Melancholie und ausgelassenem Tanzen und feiern. Daher war das auch unter den Top 5 Live-Events in diesem Jahr.




Interstellar - Docking






Wenn man im Kino sitzt und dieses Theme auf einen einprasselt, möchte man aufspringen und die Leinwand umarmen. Ein Höhepunkt der Filmgeschichte und einer der spannendsten und mitreissendsten Momente der letzten Jahre.





Shlohmo - Emerged from smoke





Shlohmo: um ihn ist es ja etwas ruhig geworden dieses Jahr. Es gab zwar den Release um Jeremih, der irgendwie cool war aber auch irgendwie nicht. Aber aufgrund einer ausgelassenen Livetour ( endlich durfte ich ihn mal in Berlin sehen, yes!) ist das auch zu verzeihen. Nun, pünktlich zu meiner Liste, hat er einen neuen Track veröffentlicht, den ich niemandem vorenthalten möchte und der mich schon gespannt auf das kommende Jahr blicken lässt. Can. not. wait!




Verity Susman - To make you afraid





Electrelane machen Pause. Vielleicht gibt es sie auch gar nicht mehr. Aber wenn dem so sein sollte, macht zumindest Verity Susman das Beste drauß. Dieser Track hat mich jedenfalls das ganze Frühjahr über permanent begleitet und die Grenzen der Stereoanlage ausgereizt. Famos.